INSTITUT FÜR AUTISMUSFORSCHUNG  Hans E. Kehrer e.V.

 

                             

 

    Frühtherapie FH Münster

         
           

An der Fachhochschule Münster wurde 2009 unter Leitung von Prof. Dr. med. Hanns Rüdiger Röttgers das Frühinterventionsprogramm MIA (Münsteraner Intensivprogramm für Kinder mit ASS) aufgebaut, in das zentrale Elemente des BET eingeflossen sind.

Teams von 4 bis 6 Studenten der Sozialarbeit, aber auch anderer Fächer wie Psychologie und Pädagogik, arbeiten unter der Supervision von approbierten Fachkräften und Absolventen des Masterstudiengangs Clinical Casework mit dem Schwerpunkt "Autismustherapie" über sechs Monate mit autistischen Kindern im Vor- und Grundschulalter. Nach den Prinzipien der "early intensive behavioural intervention" werden verbale Sprache, Alltagsfähigkeiten, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen sowie (vor-)schulische Bildungsinhalte zunächst in einer 1:1-Situation eingeübt und dann im Lebensalltag der Kinder generalisiert. Die FH Münster kooperiert bei MIA eng mit dem Queen's University Autism Research and Treatment Center in Nordirland und weiteren europäischen Hochschulen.

Das Programm wird ab 2015 in Trägerschaft des Münsteraner Autismus-Kompetenzzentrums des "Vereins zur Förderung wissenschaftlicher Interventionen bei Autismus-Spektrum-Störungen" (www.wia-muenster.de) fortgeführt. Über das regionale Angebot hinaus werden auch Familien in anderen Städten durch Fachkräfte des Vereins unterstützt. Neben der Ausbildung von Studenten in autismusspezifischer Verhaltenstherapie und der Schulung von Eltern zu "Experten" für das eigene Kind entstanden und entstehen an der FH Münster viele wissenschaftliche Abschlussarbeiten zu Themen der Versorgung und Therapie von Menschen mit ASS. Die erfreulichen Ergebnisse des MIA-Programms entsprechen denen ausländischer Zentren und belegen die auch langfristige Wirksamkeit verhaltenstherapeutischer Förderung.